Fatigue ist mehr als „nur müde“
TIME-Artikel von Katharine Gammon fasst alltagstaugliche Strategien zusammen
Fatigue unterscheidet sich von normaler Müdigkeit: Während „müde sein“ oft durch Schlaf besser wird, beschreibt Fatigue eine tiefergehende Erschöpfung, die körperlich, psychisch und kognitiv sein kann und den Alltag deutlich beeinträchtigt. Genau das betont der TIME-Artikel „7 Ways to Reduce Fatigue Naturally“ von Katharine Gammon.
Der Beitrag ordnet ein, dass Fatigue bei chronischen Erkrankungen (u. a. auch Long COVID) häufig vorkommt. Wenn die Erschöpfung über Wochen anhält, wird empfohlen, ärztlich abklären zu lassen, ob z. B. behandelbare Ursachen wie Anämie oder Herzprobleme vorliegen.
Sieben Ansätze, die laut TIME helfen können
Der Artikel stellt sieben niederschwellige Maßnahmen vor, die bei (v. a. kurzfristiger) Fatigue unterstützen können:
Sanft in Bewegung kommen: Regelmäßige, leichte Aktivität (z. B. Gehen, leichtes Krafttraining, Yoga) kann Fatigue reduzieren; empfohlen wird „klein anfangen“.
Ausreichend trinken: Flüssigkeit unterstützt u. a. Fokus und Kreislauf; besonders morgens sei Trinken wichtig.
Nachts regelmäßig erholen: Statt langer Tagschläfchen wird eine stabile Schlafroutine mit guter Schlafhygiene empfohlen (kühl/dunkel, weniger Screens, Koffein/Alkohol nicht spät).
Kaffee gezielt einsetzen: Koffein kann kognitive Ermüdung vor mental anstrengenden Aufgaben senken – aber „zu viel“ kann wieder nach hinten losgehen.
In die Natur gehen: Aufenthalte in Grünflächen können kognitive Ermüdung reduzieren und Aufmerksamkeit/Arbeitsgedächtnis unterstützen.
Lieblingsmusik hören: Der Artikel verweist auf Hinweise, dass Musik bei kognitiver Ermüdung Leistungseinbußen abmildern kann.
Etwas „zum Spaß“ tun: Aktivitäten ohne Leistungsanspruch (Freude/Spiel) und Stressreduktion werden als wichtiger Gegenpol beschrieben.
DiReNa-Einordnung
Wichtig: Bei ME/CFS und einem Teil der Long-COVID-Betroffenen kann Belastung (körperlich/mental) Symptome verstärken (z. B. im Sinne von Post-Exertional Malaise). Deshalb sind die genannten Strategien nicht für alle 1:1 übertragbar und sollten individuell angepasst werden – idealerweise begleitet durch eine fachkundige Abklärung.